Helmuts - Bilder
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Die Sierra Segura

Schon von weitem sichtbar thront markant die gut erhaltene Burg von Segura de la Sierra auf einer Bergspitze. Das mittelalterliche Dorf selbst "klebt" wenige Meter unterhalb am Hang. Historisch und auch in der heutigen Wahrnehmung der Einwohner handelt es sich um den Hauptort der Sierra Segura, dem nördlichen Teil des Naturparks Sierra Cazorla, Segura y las Villas, obwohl die Verwaltung der Region jetzt im benachbarten Ort Orcera sitzt.

Die ganze Region stand über Jahrhunderte im Brennpunkt der Kämpfe zwischen Mauren und Christen, so dass beide Kulturen ihre Spuren hinterlassen haben, die bis heute auch in dem kleinen Ort gut nachzuvollziehen sind. Gegründet wurde er bereits in vorchristlicher Zeit durch Phönizier, spätestens durch die antiken Griechen. Bereits ein einstündiger Rundgang durch den Ort mit anschließender Besichtigung der Burg gerät hier zu einem Spaziergang durch Jahrhunderte. Er ist allerdings schweißtreibend, da sich der Ort vertikal ebenso wie horizontal im Gelände verteilt und die meisten Wege einfache Steintreppen darstellen. Segura de la Sierra wurde zur kunsthistorischen Stätte Spaniens erhoben.

Besonderen Einfluss auf die Entwicklung der damaligen Stadt nahm der Orden von Santiago, der hier nach der christlichen Rückeroberung um 1230 seinen Sitz nahm und auch ein kulturelles Zentrum errichten konnte. Dem Dichter Jorge Manrique wird hier besonderes Andenken zuteil, weil er 1434 hier geboren wurde.

Wie der gesamte Naturpark ist Segura de la Sierra gerade bei spanischen Urlaubern sehr beliebt, die sonst selten in den Genuss von Schnee kommen können, eignet sich aber für Wander- und Outdoorfreunde wegen der guten Infrastruktur hervorragend als Ausgangspunkt für entsprechende Aktivitäten. Insgesamt handelt es sich immer noch um eine vom Mainstream eher vergessene Region, in der Ruhe und Beschaulichkeit garantiert sind (Text aus wikivoyage).


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